Heute ist Mittwoch, Tag unserer Abreise aus New York. Die letzten 3 Tage haben wir in dieser Millionen-Metropole verbracht und die "Stadt die niemals schläft" etwas kennen gelernt. Etwas - aus dem Grund, weil es bis auf den heutigen Tag permanent geregnet hat.
Nach unserer Ankunft im Pod Hotel - welches übrigens ein absoluter Insider Tip ist (klein, fein, sauber, unkompliziert und gratis WLAN) - haben wir uns gemeinsam zu Fuss erste Eindrücke vom Broadway gegönnt. Eine unglaubliche Scheinwelt mit tausendenden von Lichtern und Reklamen, man glaubt es nicht, wenn man nicht hier gewesen ist. Wegen der Reise sind wir etwas angeschlagen und müde und kehren somit alsbald zurück ins Hotel.
Montag - ein Regentag! Selbst in einer Stadt wie New York wird es irgendwie etwas mühsam, wenn es permanent regnet. Und so haben wir uns primär auf's Shopping konzentriert. Schliesslich wollen die nicht vorhandenen Vermögen verballert sein! Zu des Tämelis wahnsinniger Freude, haben wir einen Laden entdeckt in der Grösse eines mittelgrossen Bahnhofs, bis unters Dach gefüllt mit Modeschmuck aller erdenklichen Variationen. Selbst das Augenrollen von Andy konnte das heiss gelaufene Tämeli nicht mehr stoppen beim shoppen!!! und so verging die Zeit... und kurz darauf auch das Geld. Wobei, gemessen an dem Strahlen welches fortan auf des Tämelis Gesicht zu sehen war... was sind da schon die paar Dollar? Eben.... Am selben Tag haben wir auch noch den Ground Zero besucht. 9/11 ist wohl einer der herbsten Schicksalsschläge der Nation. In der Zwischenzeit wird dort heftigst gearbeitet und bald wird hier wieder ein neuer Komplex stehen... eine Nation erholt sich. Aus dem Stahl des World Trade Center wurde ein Kriegsschiff gebaut. Nebst dem, dass uns der Anblick vom Ground Zero sehr bewegt hat, fanden wir es unglaublich befremdend, dass die Amerikaner selbst dieses Ereignis mit Produkten aller Art vermarkten. Wir kommen zum Schluss, dass salopp formuliert, dem Ami bis auf den Profit nichts heilig ist.
Am Montagabend haben wir uns - bereits aus der Schweiz - ein Tisch in einem super leckeren Restaurant reserviert. One if by land, two if by sea - so der Name des kleinen, schmucken Restaurants. Wir haben getafelt wie die Grossen und dazu eine leckere Flasche Wein gesüffelt. Hier kam zum ersten Mal die brutale Trinkgeld-Regelung zum Tragen, welche da besagt, dass unter 15% vom Rechnungsbetrag man als Knuppensager abgestempelt wird... na bravo. Mit der Schweizer Mentalität schwer vereinbar, aber wir haben uns gefügt... das Essen war super!!! Vielen Dank Hugo, für den sensationellen Tipp.
Dienstag - es regnet immer noch! Selten haben wir unsere Regenschirme so gut und vielfältig einsetzen können, wie in diesen Tagen. Bemerkenswert ist aber auch, dass die Unternehmenslust bei permanentem Regen leidet. Nebst dem, dass es ungemütlich ist, ist es auch extrem feucht - was bei einigen Reiseteilnehmern zu gelegentlichen Schweissausbrüchen geführt hat. Wobei davon Tämeli weniger betroffen war. Damit wir den Tag aber dennoch genüsslich gestalten konnten, haben wir etwas geshoppt und gingen am Nachmittag - bewaffnet mit einer wahnsinnigen Portion Popcorn - ins Kino. Das war herrlich - und herrlich klimatisiert. Damit aber Kultur noch nicht genug: am Abend besuchten wir das Musical West Side Story am Broadway. Das Musical war super, bei uns müsste man sich Monate zuvor entschliessen und bemühen... hier ist es mehr eine spontane Entscheidung. Eine gute Entscheidung. Zwar waren wir beide etwas auf den Felgen, haben die Darbietung aber sehr genossen. Absolut empfehlenswert und ein Muss bei einem Besuch in NYC.
Mittwoch - Tag der Abreise - und die Sonne scheint. Gemein. Janu, wie immer haben wir uns in unserem bevorzugten Café ein lecker Frühstück gegönnt. Dies zusammen mit Burgerstein Vitaminen war ein purer Genuss. Doch, die Stimmung wir zunehmend angespannt, da die zwei jetzt per Mietauto aus der Stadt rausfahren müssen. Als supportierende und flankierende Massnahme, hat eine der Reiseteilnehmerinnen den Führerausweis präventiv in der Heimat sicher deponiert. Somit ist auch klar, wer das Abenteuer hinter dem Steuer antreten darf - vielen Dank! Sofern wir dies schaffen sollten, melden wir uns bald wieder...
herzlich euer
Tämeli mit Andy
Ihr zwei Lieben
AntwortenLöschenHerzlichen Dank für den köstlichen Kommentar aus einer Stadt, die wir beide auch sehr lieben. Hoffentlich reicht das Taschengeld noch, um die Weiterreise zu geniessen. Wenn nicht, kommt Ihr einfach wieder nachhause - wir vermissen Euch hier schon!!!
Eure Beichte sind sprachlich absolut witzig und inhaltlich so informativ, dass wir schon gierig auf weitere Lebenszeichen von Euch warten.
Seid umarmt and take care!
Herzlich, Mami/Lotti und Papi/Ernst
Hallo Ihr Beiden Reisefüdlis
AntwortenLöschenSo kurzeZeit seid Ihr in NYC und wisst schon so viel zu schreiben.Wie ihr beschreibt muss es ein unheimlicher Ort sein dieser Ground Zero, den würde ich auch gerne einmal sehen.Dass ihr kostenloses WLAN im Hotel hattet, ist glaub ich normal in den Staaten. Letztes Jahr hatten wir in jedem Motel kostenloser WLAN.
Spannend sind eure Berichte, ich kann mich sofort in eure Lage versetzen und mit euch ferienmitfiebern. Aber bald wird uns dieses Fieber auch wieder packen. Wir wünschen Euch noch viele abenteuerliche und interessante Ferientage.
Ganz liebe Grüsse senden Euch
Papa und Mama , Jörg und Marietta
Hallo ihr Lieben
AntwortenLöschenUns freut natürlich besonders, dass euch das One if by land gefallen hat! Auch wir erschrecken dort jedesmal über das Trinkgeld... Wir, als alte NY-Bewohner beneiden euch natürlich mächtig um euren Aufenthalt dort und wünschen euch ganz viel Gfröits auf eurer weiteren Reise. Ich hoffe, die Autofahrt durch die Stadt hat Spass gemacht!! Ich fand das immer sehr speziell aber auch bei uns hat die weibliche Hälfte gerne aufs Steuer verzichtet...
Nun sind auch wir mit Packen beschäftigt und fahren morgen Abend nach Frutigen, wo wir weder WLAN noch sonst irgend ein LAN haben werden und damit erst nach den Wanderferien wieder reinschauen können.
Liebe Grüsse
Sonja & Hugo